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CIDR


Klassenloses Routing von IP-Paketen

Die Namensraumverknappung trifft besonders die Klasse B Adressen. Hier wird versucht, einen Teil der Adressen zurckzufordern und diese Adressen durch eine Gruppe von Klasse C Adressen zu ersetzen. Die Vorgehensweise ist genau umgekehrt zu der beim Subnetting und wird auch Supernetting gennannt . Einer Institution wird z.B. einen Gruppe von Klasse C Netzwerkadressen zugewiesen, die sich nur in den letzten vier Bits des dritten Bytes unterscheiden, whrend die ersten Bits identisch sind.

194.58.80.0 11000010.00111010.01010000.00000000
194.58.81.0 11000010.00111010.01010001.00000000
194.58.83.0 11000010.00111010.01010010.00000000
194.58.84.0 11000010.00111010.01010011.00000000
... 11000010.00111010.0101...
194.58.95.0 11000010.00111010.01011111.00000000


Den Routern, die nicht direkt an diese Subnetz angeschlossen sind, reicht ein Tabelleneintrag, in dem nur die signifikanten Bits aufgefhrt sind. Dieses sind die Bits die den Netzwerkteil einer Adressgruppe reprsentieren. Zur Ermittlung der Netzwerkmaske werden die kleinste und grte Adresse des Adressinvervalls in binrer Schreibweise dargestellt. Jetzt wird vom letzten Bit ausgehend untersucht, welche Bits sich in diesem Invervall ndern. Sie stellen die Rechneradressenn oder auch die Netzwerkadressen des klassenlosen Subnetzes dar. Diese Bits werden auf 0 gestetzt, die vorderen Bits erhalten alle den Wert 1. Die Netzmaske lautet dann entsprechend:

255.255.240.0 oder in binrer Darstellung 11111111.11111111.11110000


Aufgrund der Vergabe von zusammenhngenden Adressgruppen aus dem Klasse C Subnetz knnen die Routingtabellen kompakt bleiben, da fr die Adressgruppe nur ein einziger Tabelleneintrag mit Subnetzmaske ntig ist. Eine Klasseneinteilung der Routingtabellen findet nicht mehr statt. Man spricht in diesem Falle vom klassenlosen Weiterleiten der IP-Pakete. Das Prinzip wird im Englischen auch als CIDR (Classless Inter-Domain Routing) bezeichnet. p

Die Supernettierung wird global angewandt, indem die IP-Adressen nach Weltregionen getrennt vergeben werden.

Europa: 194.0.0.0 bis 195.255.255.0
Nordamerika: 198.0.0.0 bis 199.255.255.0
Mittel- u. Sdamerika: 200.0.0.0 bis 201.255.255.0
Asien und pazifischer Raum: 202.0.0.0 bis 203.255.255.0


Aufgrund dieser Aufteilung kann ein Router mit einem einzigen Eintrag in seiner Tabelle alle Pakete nach Nordamerika routen.

Da eine Netzmaske immer aus lauter Nullen und Einsen besteht, werden die Eintrge hier schon oft aus Netzadresse / Anzahl der Einsen notiert. Ein Eintrag fr die Adresse 198.0.0.0 (11000110. . . .) mit der Netzmaske 254.0.0.0 (11111110. . . )wird dann als 198.0.0.0 / 7 notiert. Falls ein Teilnetz eine andere Route bentigt wird heirfr ein extra Tabelleneintrag erzeugt.

Der Router vergleicht einen Eintrag in der Routingtabelle mit einer Zieladresse, indem er die Zieladresse durch bitweises UND mit der Netzmaske verknft. Erhlt er als Ergebnis die in der linken Spalte der Routingtabelle stehende Netzwerkadresse, so pat der Tabelleneintrag auf die Zieladresse. Aufgrund verschieden langer Netzmasken knnen jedoch mehrere Eintrge passen. Da aber der Eintrag mit der lngsten passenden Netzmaske der speziellste ist, wird er fr das Routingziel ausgewhlt.


Die Routingtabelle erhlt einen Eintrag mit der kleinsten Netzwerknummer eines Adressenblocks. Dieser Eintrag pat auf alle (Netzwerk-)Adressen, die grer sind als die o.g. Netzwerknummer und bei denen sich das n-te Bit der Adresse bei einer Netzmaske xxx.xxx.xxx.xxx/n noch nicht gendert hat. Zur Ermittlung der Zielnetzwerkadressen und der Netzmaske fr die Routingtabellen ist darauf zu achten, welche Bits die Netzwerkadresse darstellen und welche Bits die Rechneradressen darstellen.

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