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Die Kanalbildung erfolgt bei den Bandspreiztechniken, indem man unterschiedlichen Kanlen unterschiedliche Pseudozufallsfolgen zuweist.
Zur Gewhrleistung eines Duplexbetriebes werden zwei Kanle bentigt. Der Kanal vom mobilen Gert zur Basistation wird als uplink bezeichnet, whrend der Kanal von der Basis zum Mobilgert downlink genannt wird. Auch hier wird wiederum zwischen zwei Verfahren unterschieden.
Das TDD- Verfahren (Time Division Multiplex) nutzt die gleiche Frequenz 3 mit einem festen Zeitfenster jeweils fr das Senden und Empfangen der jeweiligen Station. Dieses Verfahren wird z.B. beim DECT-System fr Schnurlose Telefone genutzt. Hier wird alle 5ms die Sende- und Empfangsrichtung gendert. Das FDD-Verfahren (Frequency-Division-Multiplex) arbeitet mit zwei verschiedenen Frequenzen fr den uplink und den downlink. Die beiden Frequenzen haben einen festen Abstand (Duplex-Abstand) voneinander. FDD wird u.a. bei GSM-Netzen genutzt.
Neben der einfachen Amplitudenmodulation kann das digitale Signal dem
Trger auch mit einem der Winkelmodulationsverfahren aufmoduliert
werden. Winkelmodulation ist der Oberbegriff fr die
Frequenzmodulation und fr die Phasenmodulation. Der Oberbegriff
resultiert aus der Tatsache, da beide Verfahren ber den Zusammenhang
Eines der wichtigsten Winkelmodulationsverfahren ist das Gaussian Minimum Shif Keying (GSMK). Das Verfahren ist ein phasenkontinuierliches Frequenzmodulationsverfahren. Das Verfahren hat seinen Namen daher, da die Phasenlage des Signals beim Umschalten zwischen den beiden Zustnden erhalten bleibt. Die Modulation ist hier so implementiert, da beim Umschalten des Nutzsignals der Oszillator auf den anderen Frequenzwert umgestimmt wird. Im Gegensatz hierzu stehen Verfahren, die mit zwei Oszillatoren arbeiten, zwischen denen umgeschaltet wird. Dort ergibt sich fast zwangslufig ein Phasensprung, was zur Folge hat, da die Bandbreite vergrert wird, und sich der Leistungsbedarf erhht.
Der Modulationsindex liegt beim GSMK-Verfahren bei
was
besagt, da das Verhltnis von Frequenzhub zur maximalen
Nutzsignalfrequenz bei 0,5 liegt. Der Modulationsindex
ist
definiert als:
Zur Gewhrleistung eines phasenkontinuierlichen Verlaufs der
Trgerfrequenz und einer Vermeidung von Oberwellen wird wie schon
erwhnt nicht aprupt zwischen den beiden Frequenzen hin- und
hergeschaltet. Der Oszillator wird auf die jeweils andere Frequenz
``hinbergefahren''. Dieses wird dadurch erreicht, da der
Phasenwinkel
des Trgersignals whrend der
bertragungs eines Bits (also in der Zeitspanne
)
kontinuierlich verschoben wird. Die Verschiebung des Phasenwinkels
hngt mit der Verschiebung der Trgerfrequenz wie folgt zusammen:
Das Vorzeichen der Drehung hngt von der im Protokoll definierten
Vorschrift fr die Bitcodierung ab. Beim GSM-Verfahren wird ein
differenzielles Codierverfahren angewandt. Hier wird nicht jedes Bit
einzeln codiert, sondern die Vernderung eines Bits in Bezug auf
seinen Vorgnger. Die Funktion
fr den Phasenwinkel ist
daher abschnittsweise definiert, je nachdem ob das vorherige Bit
(
) 0 oder 1 war:
| (3) | |||
| (4) |
| (5) | |||
| (6) |
Fr die funktechnischen Fragen von drahtlosen Netzen (``Wireless LANs'') ist ein Standard unter der Bezeichnung IEEE 802.114definiert. Dieser Standart bezieht sich allerdings nur auf lokale Netze, da eine Mobilittsuntersttzung zur reibungslosen Kommunikation mit mehreren Access Points nicht vorgesehen ist. Fr diesen Anwendungen wurde der Internetstandard Mobile IP definiert.
Die Ad-hoc-Topologie Ad-hoc-Topologie ist fr Funknetze mit kleiner Ausdehnung gedacht. Hier wird davon ausgegangen, da sich die mobilen Einheiten aus funktechnischer Sicht gegenseitig ``sehen'' knnen, und sich damit die Daten direkt zusenden knnen. In einem Weitverkehrsnetz ist diese Betriebsweise nicht mglich, da sich die Sendeleistungen und Filtermglichkeiten gegenber Strungen nicht beliebig verbessern lassen.
Im Gegensatz hierzu steht die Infrastruktur-TopologieInfrastruktur-Topologie, bei der die mobilen Einheiten nur ber eine Basistation (sog. Access-PointsAccess-Points oder Wireless Hub) miteinander kommunizieren.
Fr die Datenbertragung der Wireless LANs nach IEEE 802.11 sind insgesamt drei Verfahren definiert. Zum einen eine Infrarotbertragung, sowie zwei Funkbertragungsverfahren, die in einem der ISM5-Freqenzbnder arbeiten. Diese Frequenzen knnen unter gewissen Auflagen genehmigungsfrei genutzt werden. Die WLANs nach IEEE 802.11 arbeiten im Bereich bei 2,4 GHz.
Beide Funkbertragungsverfahren sind CDMA-Verfahren (ein Bandspreizverfahren, s.o.) die nach dem Prinzip des Frequency Hopping(FH/SS), bzw. nach dem Verfahren der Signalverrauschung (DS/SS) arbeiten. Bei Nutzung des DS/SS-Verfahren wird fr jede Funkzelle nur ein CDMA-Kanal genutzt, so da benachbarte Zellen mit unterschiedlichen Kannlen arbeiten mssen. Wird das FH/SS-Verfahren angewandt, kann der gleiche Kanal genutzt werden, da benachbarte Zellen mit unterschiedlichen Hopping Sequences arbeiten, also ihre Trgerfrequenz nach einer anderen Folge ndern.
Die erluterten Verfahren definieren die unterste Schicht der Datenbertragung. Hierauf setzt setzt das Verfahren zum Zugriff auf das Medium auf (MAC Medium Access Control. Dieses kann einen Mediumzugriff fr synchrone sowie fr asynchrone Datenbertragung bereitstellen.
Die Zugriffskontrolle auf die einzelnen Kanle der Luftschnittstelle ist im IEEE 802.11-MAC-Protokoll definiert. Hier wird eine Schicht mit der Bezeichnung Distributed Coordination Function (DCF) implementiert, die fr die asynchrone Datenbertragung genutzt wird. Fr die synchrone bertragung von Daten kann eine Reservierung von bertragungskapazitt vorgenommen werden. Hierfr ist eine optionale Schicht (Point Coordination Function (PCF) zustndig, die bildlich gesehen oberhalb der DCF liegt. Fr diese bertragungsart ist der konkurrierende Zugriff auf das bertragungsmedium (also den jeweiligen Kanal) praktisch ausgeschaltet.
Innerhalb der DCF sind fr die Regulierung des Zugriffs zwei verschiedene Verfahren vorgesehen, die sogenannte Basic Access Method und die RTS/CTS Access Method. Letzteres Verfahren ist ein CSMA/CA- Protokoll (Carrier Sense Multiple Access / Collision Avoidance)CSMA/CA. CSMA bedeutet, da eine sendewillige mobile Einheit hnlich wie beim Ethernet vor dem Sende den Uplink abhrt und dabei feststellt ob der Uplink-Kanal frei ist. Falls dieser frei ist wird jedesmal eine zufllige ermittelte Zeitspanne festgelegt, nach der der Sendevorgang beginnt. Whrend diese Wartezeit hrt die Station weiter den Uplink ab, um festzustellen, ob nicht eine andere Station eine krzere Zeitspanne ermittelt hat. Fr diesen Fall wird der Sendetimer whrend des Sendevorganges der anderen Station unterbrochen. Falls der Uplink wieder frei geworden ist, wird die restliche Zeitspanne abgewartet und der Sendevorgang dann begonnen. Ein erfolgreicher Sendevorgang wird vom Empfnger durch ein ACK-Signal beantwortet.
Nach Beginn des Sendens wird whrend des Versands der ersten 576 Bits noch auf Kollisionen geachtet. Dieser Wert errechtnet sich aus der Gre des kleinsten Frames von 64 Byte (512 Bit) plus einer Sperrzeit fr die Kollisionserkennung. Innerhalb dieser Zeit ist das Signal ber den gesamten Bus gelaufen, so da andere Teilnehmer erkannt haben, da der Bus belegt ist. Falls der Bus zu lang ist bzw. zu viele Netzwerksegmente durch Repeater oder Hubs verbunden wurden kann es nach Ablauf der Kollisionserkennung des Senders dennoch zu Kollisionen kommen. Diese Late Collisions knnen von der Sendestation aber nicht mehr erkannt werden, sondern mssen auf hheren Protokollschichten abgefangen werden. Bei verbindungsorientierten hheren Protokollen wie TCP wird dann ein Neuversand angeregt, der widerum einen neuen Versand auf Ethernetebene nach sich zieht.
Die mobilen Gerte des wireless LAN besitzen eine 48-Bit MAC-Adresse genau wie jedes andere Gert im Ethernet auch. Falls nun ein Frame an eine mobile Einheit versandt werden soll, wird sie an diese MAC-Adresse gesandt. Der access point kennt die MAC-Adressen der mobilen Einheiten in seinem Basic Service Set (BBS) befinden und bernimmt alle Pakete, die an einen dieser Netzwerkadressen gerichtet ist. Er versendet diesen Frame dann ber die Luftstrecke an den mobilen Netzteilnehmer.
Das Protokoll fr den Datenverkehr auf der Luftschnittstelle sieht 3 Adressfelder vor, die beiden Adressfelder fr Sender und Empfnger und eines fr den access point. Dieser fgt den Paketen an die mobilen Teilnehmer seine MAC-Adresse (basic service set identifier, BSS-ID) hinzu, so das diese den Sender identifizieren knnen und die Datenpakete zur Feststation an den access point adressieren. Hier wird die zustzliche Adresse entfernt und das Paket an den Teilnehmer im stationren Netz weitergeleitet. Aus Sicht der stationren Teilnehmer funktioniert dieses Verfahren transparent, so das hier keine weiteren Manahmen erforderlich sind.
Neben den oben erluterten Funktionen sind in IEEE 802.11 noch mehrere Protokollprimitiven fr das Management vorgesehen: