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rund um die Integration von Samba in Ihre IT-Infrastruktur.
Ein Domänencontroller ist ein Server der mehrere Funktionen im SMB Netzwerk übernimmt. Er bietet einen Verzeichnisdienst für alle Benutzerdaten und Dienste in der jeweiligen Domäne an. Mittlerweile (ab Windows 2000) wird für diesen Zweck auch in Windowsnetzwerken das LDAP Protokoll eingesetzt.
Eine Maschine, die als Domänencontroller arbeitet registriert beim sich während des Starts beim Namensdienst als Domänencontroller. Der Domänencontroller stellt den Anmeldedienst (engl. netlogon service) und die Freigabe NETLOGON zur Verfügung. Diese hält die Logon Scripte und die Dateien mit den Gruppenpolicies (NTConfig.POL) vor, die bei der Anmeldung zum Client übertragen und dort ausgeführt werden.
Einer der Domänencontroller muß sich beim Namensdienst als ``Domain Master Browser'' registrieren. Dieser Server wird als Primärer Domänencontroller (PDC) bezeichnet. Der PDC hält eine Domänenweite Liste der angebotenen Dienste zur Verfügung. Die Lokalen Master Browser in den (Broadcast-) Subnetzen gleichen ihre lokalen Listen mit dem PDC ab.
Backup Domänen Controller
Der Primäre Domänencontroller verwaltet die Authentisierungsdaten mit Hilfe des sogenannten Security Account Managers (SAM). Mit Hilfe dieses Services werden z.B. Passwortänderungen in der Benutzerdatenbank ausgeführt.
Im Windows NT4 Netzwerk können neben dem PDC noch mehrere Backup Domänen Controller eingesetzt werden. Dieses halten eine Read-Only Kopie der SAM Datenbank vor, die in regelmäßigen Abständen mit dem PDC abgeglichen wird. Änderungen an der SAM Datenbank können daher ausschließlich vom PDC vorgenommen werden.
Die BDCs übernehmen im Windows-Netzwerk bevorzugt die Anmelde-Requests. Der Primäre Domänencontroller wird zur direkten Benutzeranmeldung erst genutzt, wenn die BDCs ausgefallen oder komplett ausgelastet sind.
Das Konzept der Domäne kontrolliert die Zugriffe auf die einzelnen Netzwerkressourcen mit Hilfe von Access Control Listen (ACL) und SIDs(Security Identifier).
Eine SID ist ein speziell codierter String, in dem die Zugehörigkeit zur Domäne und ein RID festgehalten sind. Dieser RID (Relative Identifier) ist domänenweit eindeutig und identifiziert ein Objekt in der Domäne. Dieses können Benutzer, Gruppen oder auch Maschinenaccounts innerhalb der Domäne sein.
Mit Hilfe der ACLs werden die Berechtigungen der einzelnen SIDs für eine spezielle Ressource festgelegt. ACLs stehen für einige Unix-Varianten schon seit längerer Zeit zur Verfügung. In aktuellen Linux-Filesystemen können diese mittlerweile auch aktiviert werden.
Ein Client, der sich bei der Domänen anmelden will, stellt er per Broadcast eine Anfrage nach einem Login-Server. Der Client kontaktiert den zuerst antwortenden Server. Hierbei werden diverse Protokollparameter ausgehandelt. Danach schickt der Benutzername und Passwort an den Server. Zu diesem Zeitpunkt wird noch nicht übermittelt, welche Services der Client nutzen will. Der Login Server kann daher nur prüfen, ob eine Anmeldung dieses Benutzers von der jeweiligen Clientmaschine erlaubt ist und ob das korrekte Passwort übermittelt wurde.
Im Falle der erfolgreichen Anmeldung schickt der Domänen Controller dem Client eine für ihn gültige SID zurück. Der Client generiert aus dieser SID ein Token (das sogenannte Security Access Token oder SAT), das er für den Zugriff auf die Netzwerkressourcen nutzen kann. Das Token enthält neben dem Benutzernamen Informationen wie die Gruppenzugehörigkeit die die Berechtigungen innerhalb der Domäne.
Wenn der Client auf eine Netzwerkressource zugreift, übermittelt er dieses Token an den Anbieter der Ressource. Dieser wiederum übermittelt das Token zur Prüfung an einen Domänen Controller. Wenn der Domänen Controller die Korrektheit des Tokens bestätigt hat, extrahiert der Server die SID aus dem Token und prüft die Berechtigungen zum Zugriff auf die Netzwerkressource gegen die konfigurierten ACLs.
Die Namensauflösung in NetBIOS Netzwerken erfolgt unter Windows mit dem sogenannten Windows Internet Name Service (WINS). In Netzwerken mit einem zentralen WINS Server übermittelt jeder Client seinen WINS Namen an den WINS Server. Die WINS Server gehören keiner speziellen Arbeitsgruppe oder Domäne an. Sie können Informationen für beliebige Domänen und Subnetze vorhalten.
Im Windows Netzwerk können mehrerer WINS Server betrieben werden, wobei jedoch immer nur eine Maschine als WINS Server aktiv ist. Die anderen WINS Server dienen als Backup-Systeme. Sie synchronisieren Ihre Daten mit dem aktiven System und treten in Aktion falls dieses einmal ausfallen sollte.
Samba kann als aktiver (primärer) WINS Server arbeiten. In der Version 2.2 kann ein Samba Server seine Daten jedoch noch nicht mit anderen WINS Servern synchronisieren.
Für den Betrieb von Samba als Domänencontroller müssen die folgenden Einstellungen in der Datei smb.conf gesetzt werden.
[global]
netbios name = ALPHA
workgroup = LWSYSTEMS
passdb backend = tdbsam
os level = 33
preferred master = yes
domain master = yes
local master = yes
security = user
domain logons = yes
logon path = \\%L\profiles\%u
logon drive = H:
logon home = \\homeserver\%u\winprofile
logon script = logon.cmd
[netlogon]
comment = Anmeldeservice
path = /var/lib/samba/netlogon
read only = yes
write list = ntadmin
[profiles]
path = /var/lib/samba/profiles
read only = no
create mask = 0600
directory mask = 0700
[homes]
[NETLOGON]
konfiguriert werden.
NETLOGON
Das Share NETLOGON ist auf allen Domänencontrollern konfiguriert. Die Clients suchen auf diesem Share die Loginscripte und die Gruppenpolicies (ntconfig.pol).
PROFILES
Das PROFILES Share zur zentralen Speicherung der Desktop-Profile. Für jeden Benutzer existiert hier ein Unterverzeichnis in dem der Client die Profildateien beim Anmelden aus liest und beim Abmelden speichert. Die (Unix-) Benutzeraccounts müssen auf ``Ihrem'' die Schreibberechtigungen haben. Die Benutzerverzeichnisse müssen global Lesbar sein.