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Die Partitionsnummern werden je Festplatte vergeben. Sie werden zugeordnet indem
Die Laufwerksbuchstaben werden nach einem anderen Muster als die Partitionsnummern vergeben. Windows NT 4 und W2K ordnen die Laufwerksbuchstaben den Partitionen wie folgt zu:
W2K bietet zudem die Möglichkeit sogenannte dynamische Festplatten (dynamische Speicherung) zu erstellen. Hier wird auf der gesamten Festplatte eine Partition erstellt, die als dynamische Festplatte bezeichnet wird. Windows NT kann auf solches logisches Volume nicht zugreifen. Die dynamische Festplatte kann in mehrere Datenträger unterteilt werden. Diese können sich über mehrere Bereiche (Partitionen) einer oder mehreren physikalischen Festplatten erstrecken. Die dynamischen Datenträger werden also in der Ebene über den Partitionen angesprochen, so daß der Zugriff auf die Hardware und die Partitionen wird vom System koordiniert wird und für den Anwender völlig transparent erfolgt. Die Technik des dynamischen Datenträgers stellt also quasi ein eigenes Filesystem dar, welches unabhängig von Partitionstabellen arbeitet und direkt auf die Festplatte zugreift.
Dynamische Datenträger werden nicht durch die Partitionstabellen repräsentiert, daher sind diese nicht an Laufwerksbuchstaben gebunden. Ihre Zahl ist also auch nicht durch Laufwerksbuchstaben begrenzt. Falls Laufwerksbuchstaben für die Volumes vergeben werden, können diese den einzelnen Datenträgern frei zugeordnet werden .
Zu Beginn der Installation wird eine Basisplatte erstellt, die später in eine dynamische Festplatte konvertiert werden kann. Für das Konvertieren muß mindestens 1 MB freier Festplattenplatz vorhanden sein, um temporäre Daten abspeichern zu können. Die bereits vorhandene Partitionen bleiben in Form von Datenträgern erhalten. Die dynamischen Festplatten können ohne Tools von Drittherstellern nur noch von Windows 2000 Systemen gelesen werden.
Eine Konvertierung von einer dynamischen Festplatte in eine Basisplatte ist nicht mehr möglich.
Die Festplatten- und Partitionsoptionen wie Spiegelung, RAID-5, Datenträgersätze benötigen zwingend eine dynamische Festplatte. Falls einige Optionen (soweit implementiert) unter NT4 genutzt wurden können sie nach dem Konvertieren in eine dynamische Platte weiter genutzt werden.
Die Neuorganisation der Platte erfolgt nach folgendem Muster:
Falls Festplatten aus anderen Systemen eingebunden werden, müssen diese mit Hilfe der Datenträgerverwaltung importiert werden.
Unter W2K ist es möglich eine Festplattenpartition (bzw. ein Datenträger) in das Filesystem einzubinden, ohne daß hierfür ein Laufwerksbuchstabe vergeben werden muß. Bei Erstellung einer Partition in der Computerverwaltung - Datenträgerverwaltung kann festgelegt werden, daß daß dem zu erstellenden Datenträger kein Laufwerksbuchstabe zugeordnet wird, sondern daß er in das Filesystem auf ein Verzeichnis gemountet werden soll (Menüpunkt: Diesen Datenträger in einem leeren Verzeichnis bereitstellen, der Laufwerkpfade unterstützt.). Um ein Laufwerk in einen Verzeichnispfad zu mounten, muß die Festplatte allerdings als dynamische Festplatte verwaltet werden.
Das Mounten von Partitionen kann dazu genutzt werden um die Beschränkungen der Vergabe von Laufwerksbuchstaben zu umgehen. Auch bei Platzproblemen in vorhandenen Verzeichnistrukturen ist das hinzumounten von neuen Partitionen auf ein Verzeichnis sinnvoll.
Microsoft unterscheidet zwischen der Systempartition und der Startpartition.
Die mittlerweile existierenden Microsoft-Filesysteme können nur teilweise von den Microsoft Betriebssystemversionen bzw. von anderen Systemen gelesen werden.
Zur Zeit (09.2000) können folgende Filesysteme genutzt werden:
W2K unterstützt softwareseitig einen Teil der RAID-Implementierungen wie
Der Speicherplatz der mit RAID 0 verknüpften Platten addiert sich.
Eine Variante von RAID 1 ist die Duplizierung, bei der der Festplattencontroller redundant ausgeführt wird.
Die gesamte Kapazität des RAID 5 Arrays errechnet sich aus der Summe der Kapazitäten der einzelnen Platten abzüglich der Größe einer Platte (n*k-k).
Neben den Software-RAID Implementierungen ist auch das Spanning (übergreifende Datenträger) möglich. Hierbei werden mehrere Partitionen zu einem Datenträger zusammengefaßt. Hierfür wird eine dynamische Festplatte benötigt. Auf einem Basislaufwerk ist die Implementierung eines übergreifenden Datenträgers nicht möglich.
Die Dateisystemsicherheit wird mit Hilfe von Berechtigungen
eingestellt. Diese können Usern und Gruppen zugewiesen werden.
Berechtigungen an einem Objekt verhalten sich kummulativ (d.h. sie
werden addiert). Einzig das Recht no
access (kein
Zugriff, ``Verweigern'') bildet hier eine Ausnahme.Allerdings
sollte das Verweigern Recht in einer gut geplanten Umgebung
nicht benötigt werden.
(siehe auch 19)
Zur Komprimierung auf Konsolenebene läßt sich der Befehl compact.exe nutzen, der allerdings nur auf NTFS Dateisystemen arbeitet. Er setzt die Dateiattribute dieser Datei auf komprimiert Speichern. Zu beachten ist hier, daß für die Berechnung der Disk-Quotas die unkomprimierte Datenmenge berücksichtigt wird. Mit einer Komprimierung auf Filesystemebene läßt sich die Menge der zu speichernden Daten hinsichtlich der Quota-Limits also nicht vergrößern (s.a. 27.0.52).
Zur Komprimierung einer Datei für den Transport z.B. auf Diskette kann der Befehl compress.exe genutzt werden. Er komprimiert eine Datei auf jedem beliebigen Filesystem (unter Windows) komprimieren. Mit dem Schalter -r wird der Befehl veranlaßt, die komprimierte Datei umzubenennen, so daß der letzte Buchstabe der Dateiendung zu einem _ (Underscore) wird. Eine Datei mit einem Dateinamen *.??_ ist also meist eine mit compress komprimierte Datei. Das Expandieren der Datei erfolgt mit dem Befehl expand.exe.4.1
Die Dateien werden mit symmetrischer Verschlüsselung blockweise verschlüsselt. Hierbei wird je Block ein anderer Schlüssel verwandt. Die Schlüssel für die einzelne Datei werden auf dem Filesystem im Vorspann der Datei im Datenverschlüsselungfeld (Data Decryption Field, DDF) und im Datenwiederherstellungfeld (Data Recovery Field, DRF) gespeichert. Der automatisch generierte Schlüssel wird für jede Datei individuell ermittelt.
Bei Aktivierung der Verschlüsselung kann gewählt werden, ob für das aktuelle Verzeichnis eingestellt werden soll, daß alle Dateien und Unterverzeichnisse die hier erstellt werden automatisch verschlüsselt werden. Beim Kopieren einer Datei aus einem verschlüsselten Verzeichnis in ein anderes sind folgende Möglichkeiten zu beachten:
Falls jemand anderes auf eine verschlüsselte Datei zugreifen will, bekommt er lediglich eine Meldung, daß die Datei nicht geöffnet werden kann. Falls eine verschlüsselte Datei auf ein anderes Filesystem kopiert wird, bleibt die Verschlüsselung erhalten, so daß der Verschlüsselungsschutz hiermit nicht umgangen werden kann.
Die Verschlüsselung überschreibt die NTFS Filesystemrechte, so daß außer dem Besitzer niemand den Inhalt der Datei sehen kann. Eine Ausnahme bildete hier lediglich die Person, die in der Policy Wiederherstellungs-Agent (Encrypted Data Recovery Agents) eingetragen ist. Dieses ist in der Standardeinstellung der Administrator der lokalen Domäne, zu der der Computer gehört. Diese Benutzer können neben dem Besitzer die verschlüsselte Datei noch öffnen. Der Wiederherstellungs-Agent hat sozusagen einen Generalschlüssel. Werden alle Benutzer aus der o.g. Policy entfernt, haben die Benutzer innerhalb dieses Group Policy Objektes keine Möglichkeit mehr, die Verschlüsselung auf Filesystemebene anzuwenden. Um die Verschlüsselung endgültig zu sperren, sollte hierfür noch die No Override Option aktiviert werden.
Auch wenn der zugreifende die Berechtigung hat, den Besitz der Datei zu übernehmen kann er die Datei auch nach der Besitzübernahme nicht entschlüsseln. Dieses ist nur dem eigentlichen Besitzer oder dem Recovery Agent erlaubt. Darüber hinaus ist das Kopieren der Datei auch nicht möglich. Soll ein anderer Useraccount (User B) die Dateien von User A lesen können, ohne ein Wiederherstellungs-Agent zu werden, so muß der Useraccount von User A in User B umbenannt werden. In diesem Falle bleibt die SID des Accounts gleich, mit der der Eigentümer der Datei identifiziert wird, der diese auch entschlüsseln kann.
Zur weitergehende Sicherung des EFS Systems sollte der Private Recovery Schlüssel vom Rechner entfernt, und auf Diskette gesichert werden (allerdings ist hierbei zu beachten, daß Disketten ein unzuverlässiges Speichermedium darstellen). In den Exportoptionen für die Schlüsselverwaltung kann eingestellt werden, daß der Schlüssel nach erfolgreichem Export gelöscht wird.
Die Verschlüsselung und die Komprimierung können nicht gleichzeitig angewandt werden.
Das Distributed File System ist ein Netzwerk-Filesystem. Es erlaubt Redundanz und Load Balancing, da ein (freigegebenes) Verzeichnis auf einem Server erlaubt es, ein Verzeichnis auf einem Server auf mehrere gleichartige Verzeichnisse auf anderen Maschinen zu mappen. Der Client, der auf diese Freigabe zugreift wird transparent auf eine der eigentlichen Freigaben umgeleitet. Diese Maßnahme erlaubt den Aufbau von redundanten Netzwerkressourcen, da die Anfragen bei Ausfall einer Maschine, die Zugriffe auf die Freigaben der anderen Maschinen weitergeleitet werden können. Des Weiteren läßt sich ein einfaches Load-Balancing implementieren, indem die Zugriffe per Zufallsprinzip auf die Maschinen im Hintergrund verteilt werden.
Die Installation des DSF erfordert in der Regel, daß die Verzeichnisse auf den Rechnern mit den eigentlichen Ressourcen des DSF untereinander identisch sind. Daher wird hier eine automatische Replikation eingestellt, so daß Unterschiede in den einzelnen Verzeichnissen nach einiger Zeit ausgeglichen werden.
Bei Schreibzugriffen auf eine Freigabe im DFS ist darauf zu achten, daß eine Versionskontrolle nicht gewährleistet ist. Der User der zuletzt speichert überschreibt u.U. die Änderungen der anderen User. Je nach zeitlichem Abstand der einzelnen Replikationen sind die Verzeichnisse eine zeitlang nicht mehr synchron zueinander.
Die USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung, auch UPS - Uninterruptable Power Supply) beliefert den Rechner mit weiter mit Strom falls die Netzversorgung wegfällt. Sie ist mit Akkus und einem Wandler auf 230V/50 Hz ausgerüstet. Bei den USV-Anlagen unterscheidet man zwischen
Wenn die Akkus im USV-Betrieb erschöpft sind, muß der Rechner automatisch heruntergefahren werden. Hierzu wird die USV mit Hilfe eines seriellen Kabels mit dem Rechner verbunden, auf dem sie signalisiert wenn die Akkus erschöpft sind. Der Shutdownvorgang sollte gerade bei Servern früh genug eingeleitet werden, da dieses u.U. einige Zeit in Anspruch nehmen kann.
Unter Umständen kann es zu Problemen kommen, daß eine per seriellem Kabel an das System angeschlossene USV als Maus erkannt wird. Hierzu wird in der Datei boot.ini (s.a. 26.3)der Parameter /noserialmice:com1 an das Ende der jeweiligen Zeile gesetzt werden um z.B. auf dem COM-Port 1 nicht nach einer Maus zu suchen 5.1.
Das Backup- und Restoreprogramm kann unter Zubehör - Systemprogramme - Sicherung aufgerufen werden. Hier lassen sich Art der Sicherung sowie die Zeitplanung der Backupläufe einstellen. Der Backupprozeß kann von einem Sicherungsoperator konfiguriert werden.
Das Backup kann unter W2K auf drei verschiedene Arten erfolgen:
Beim Sichern der Systemdaten (System State) werden die Boot-Dateien, alle durch die Windows File Protection geschützten Dateien,5.2 die Registry und die COM+ Klassenregistrationsdatenbank gesichert. Diese Komponenten nehmen einen Raum von ca. 200MB auf dem zu sichernden Medium ein.
Beim Backup werden nur die Dateien gesichert bei denen das Archivbit gesetzt ist. Die verschiedenen Backupstrategieen unterscheidn sich in erster Linie dadurch, ob und wann bei einer Sicherung das Archivbit gelöscht wird oder nicht.
Die inkrementelle Sicherung hat beim Sichern den Vorteil, daß ein Zwischenbackup sehr schnell läuft, ist aber mit dem Nachteil des langwirigen und komplizierten Restore verbunden.
Die differentielle Sicherung ist daher beim Restore recht einfach zu handhaben, allerdings mit dem Nachteil daß das Zwischenbackup von Mal zu Mal erheblich wachsen kann.
Beim Restore wird zuerst der Katalog der Sicherung importiert. Hier besteht auch die Möglichkeit einen katalog von anderen Backupprogrammen zu importieren und die Daten dann eventuell zurückzuspielen. Das Restore kann auf ein FAT Laufwerk erfolgen, so daß hier eine Sicherheitslücke entsteht, da Dateien auf ein Filesystem ohne die Möglichkeit der Rechtevergabe gespielt werden. Um diese Gefahr zu umgehen, darf die Gruppe der Sicherungsoperatoren nur das Recht zu sichern bekommen. Die Möglichkeit des Restores bleibt dann den Administratoren vorbehalten.
| Sicherungstyp | Archivbit löschen? |
| Komplettsicherung (Normal Backup) | Ja |
| inkrementelles Backup | Ja |
| differenzielles Backup | Nein |
| Kopierbackup | Nein |
| tägliches Backup (Datumsbasis) | Nein |
Ein echtes Disaster Recovery ist mit den Bordmitteln von W2K nur möglich, indem W2K neu installiert wird. Diese Neuinstallation kann in das orginale WINNT-Verzeichnis erfolgen. Mit Hilfe des neuen Systems kann das letzte Backup wieder eingespielt werden.
Ohne Neuistallation sind mehrere Möglichkeiten der Fehlerbehebung bei einem nicht startenem System möglich.
Bei Startproblemen kann alternativ eine rudimentäre Konsole gestartet werden, um Reparaturen durchführen zu können. Die Konsole kann nach Start eines Setups (i386/winnt32) mit der Installationsoption R (Reparatur-Modus) aufgerufen werden. Alternativ kann sie dauerhaft auf dem System installiert werden, indem das Setupprogramm mit winnt32 /cmdcons aus dem Verzeichnis i386 von der Setup-CD aufgerufen wird. Nach der Installation steht im Boot-Menü ein Eintrag für die Recovery Console zur Verfügung. Der Aufruf kann dann auch mit F8 erfolgen.
Beim Ausführen der Recovery Console wird eine Anmeldung als Administrator gefordert, so daß das Administrator-Passwort benötigt wird. Eine Auflistung der Befehle der Recovery Console ist unter 26.6 zu finden.
An der Recoveryconsole kann auch eine Sicherung der Registry zurückkopiert werden.5.4
Ein Windows 2000 Rechner läßt sich nicht allein von Diskette starten! Zum primären Booten des Systems von Diskette werden die hierfür notwendigen Dateien von der Diskette geladen. Der Rechner kann dann bis zum Bootmenü hochgefahren werden. Die beim Setup erstellte Disktette ist hierzu nicht in der Lage, so daß eine extra Startdiskette erstellt werden muß. Zum kompletten Systemstart wird auf jeden Fall zusätzlich das System von Festplatte benötigt, da beispielsweise ein Zugriff auf das NTFS Filesystem ohne Drittanbieter-Tools nicht möglich ist.
Zum Erstellen der Startdiskette wird wie folgt vorgegangen:
Eine W2K Installation selbst läßt sich unter Umständen mit Hilfe einer einer sogenannten ERD (Emergency Repair Disk) wiederherstellen. Allerdings ist es mit dieser Diskette nicht möglich ein nicht bootendes System zu reparieren, da die Diskette die Dateien boot.ini und ntldr.exe nicht enthält. Sie enthält nur Dateien, die dazu dienen die installierten Systemdateien wieder auf das System zurückspielen zu können. Um die Diskette zu erstellen wird das Sicherungsprogramm (Backupprogramm) von W2K gestartet. Am ``Willkommen''-Prompt wird dann die Option Notfalldiskette erstellen (auch unter dem Menü Extras zu erreichen) gewählt. Das Programm kopiert jetzt die Dateien
Bei der automatische Reparatur (Schnellreparatur) wird zusätzlich zur manuellen Reparatur noch eine Überprüfung der Struktur-Dateien der Registry durchgeführt. Dieses wird auch als ERD (Emergency Repair Process) bezeichnet. Die Registrydateien können sich im Laufe der Zeit erheblich von den gesicherten unterscheiden. In diesem Falle muß eine aktuelle Sicherung der Registry wiederhergestellt werden. Die zwischenzeitliche Sicherung der Registry5.5erfolgt automatisch, wenn mit Hilfe des Sicherheitsprogramms von W2K eine Sicherung der Systemstatusdateien durchgeführt wurde.
Wenn ein Sektor einer Festplatte als defekt erkannt wird, markiert das System diesen als defekt und verlagert die Informationen sowei noch zu rekonstruieren in einen anderen Sektor. In der Regel verläuft dieses transparent im Hintergrund. Wenn die Anzahl der defekten Sektoren jedoch größer wird, zeigt das System E/A (I/O) Fehler an. Hier besteht die Gefahr, daß bald die ganze Festplatte unbrauchbar wird. Um Datenverlust vorzubeugen sollte die Festplattem möglichst schnell ausgetauscht werden.
Eine defekte Festplatte wird i.d.R. in der Datenträgerverwaltung als offline oder fehlend angezeigt. Um die hier noch verfügbaren Daten möglichst noch zu sichern sollte zuerst versucht werden die Festplatte zu reaktivieren (Menübefehl). Falls die Festplatte so eingelesen werden kann, sollten die Daten sofort gesichert und die Festplatte dann ausgetauscht werden.
Wenn eine Platte eines gespiegelten Datenträgers I/O Fehler aufweist, wird sie in der Datenträgerverwaltung als Offline gekennzeichnet. Wenn der Fehler nur temporär aufgetreten und die Platte wieder ansprechbar ist, kann das gespiegelte Volume mit Hilfe des Befehls resynchronize wieder aktiviert werden.
Falls der Fehler noch besteht sollte zuerst versucht werden die defekte Platte zu reaktivieren. Wenn dieses zu keinem Erfolg führt, muß die Platte getauscht werden. Um den Betrieb vorläufig wiederherzustellen, kann die zweite Platte des Mirrors allein genutzt werden. Hierzu wird zuerst der Befehl Remove Mirror aufgerufen um den defekten Teil des Mirrors zu entfernen. Der Befehl wandelt den Plattenplatz in unallozierten Speicherplatz um. Dann kann der Befehl Remove Disk genutzt werden, um dem System mitzuteilen, daß die Platte nicht mehr angesprochen werden soll. Nach Herunterfahren des Rechners wird die Platte getauscht.
Ein W2K System läßt eine laufende Überwachung des Systems hinsichtlich zweier verschiedener Aspekte zu. Zum einen kann protokolliert werden, welche Benutzer oder Programme welche Aktionen starten und auf welche Ressourcen zugreifen. Daneben kann die Systemleistung überwacht und aufgezeichnet werden um z.B. Tendenzen abzulesen oder zeitweilig Auftretende Probleme einzukreisen.
W2K ermöglicht die Überwachung (Auditing) und Protokollierung des Zugriffs auf Systemressourcen. Die Überwachung läßt sich spezifisch für jede einzelne Maschine mit Hilfe von Richtlinien konfigurieren. Diese Richtlinien werden den einzelnen Rechnern der Domäne zugewiesen und können auch nur für einen Computer und nicht für einzelne User gelten. Die Protokollierung der Überwachten Ereignisse erfolgt im Ereignisprotokoll, genauer gesagt im Sicherheitsprotokoll. Hier werden Informationen über
Zur Überwachung des Systems lassen sich Überwachungsrichtlinien festlegen. Hier kann eingestellt werden, welche Ereignisse überwacht werden sollen. Die Ereignisse werden in einem von drei Protokollen festgehalten.
Die Anwendungs- und Systemprotokolle können von allen Usern eingesehen werden, während die Sicherheitsprotokolle nur vom Systemadministrator gelistet werden können. Eine Einsicht in Protokolle von anderen Maschinen über das Netzwerk ist möglich. Hierzu wird in der Ereignisprotokollanzeige per Kontextmenü eine Verbindung zu einem Remote-Computer hergestellt.
Hinsichtlich der Anwendungs- und Systemereignisse unterscheidet man noch zwischen
Innerhalb der Ereignisanzeige kann nach Ereignissen gesucht werden sowie
eine Filterung auf bestimmte Ereignisquellen erfolgen
(Kontextmenü - Ansicht -
Filter).
Mit Hilfe des Befehls diskperf lassen sich physikalische Leistungsindikatoren für die Festplatten oder für einzelne Partitionen aktivieren.
DISKPERF [-Y[D|V] | -N[D|V]] [\\Computername]
-Y Startet alle Leistungsindikatoren, wenn das System
neu gestartet wird.
-YD Aktiviert die Leistungsindikatoren für die physikalischen
Laufwerke, wenn das System neu gestartet wird.
-YV Aktiviert die Leistungsindikatoren für die logischen
Laufwerke oder Datenträger, wenn das System neu gestartet
wird.
-N Deaktiviert alle Leistungsindikatoren, wenn das System
neu gestartet wird.
-ND Deaktiviert die Leistungsindikatoren für die
physikalischen Laufwerke.
-NV Deaktiviert die Leistungsindikatoren für die logischen
Laufwerke.
\\Computername
Der Name des Computers, für den Leistungsindikatoren
angezeigt oder festgelegt werden sollen.
Ein Drucker kann auf verschiedene Arten über das Netzwerk genutzt werden:
Bei gemeinsamer Nutzung ist der Druck einer Trennseite sinnvoll, da die Übersicht sonst schnell verloren gehen kann. Den Ausdruck der Trennseite kann man in den Eigenschaften des Druckgerätes einstellen.
Auf einen im Netzwerk freigegebenen Drucker kann von Clients aus mittels des UNC-Pfades zugreifen. Die Defaulteinstellung (Standardfreigabe) der Freigabe ist Drucken. Mit dieser Freigabe können keine Druckaufträge geändert werden.
Beim W2K-Drucker läßt sich einstellen, daß der Drucker im AD eingetragen wird. In diesem Falle läßt sich im AD nach dem Drucker suchen. Die Suche im AD kann zudem nach Druckerspezifikationen (Fähikgkeiten, z.B. A3, Farbe, ... )eingegrenzt werden.
Die Clientsysteme, die auf einen Druckserver zugreifen sollen verhalten sich z.T. unterschiedlich bei der Installation der Druckertreiber.
Die Druckertreiber können manuell installiert werden, indem das Fenster Drucke vom Startmenü aus geöffnet wird. Hier ist ein Icon Neuer Drucker vorhanden, mit dem ein neuer Druckertreiber installiert werden kann. Ein im Netzwerk freigegebener Drucker kann installiert werden, indem das Drucker-Icon der Freigabe per Drag-and-Drop in das Drucker-Fenster gezogen wird. Falls das Druckgerät lokal am System angeschlossen ist, kann der Drucker auch mit Hilfe des Hardwareassistenten installiert werden.
In den Eigenschaften für einen Drucker kann darüber hinaus festgelegt werden, wann der Druckvorgang gestartet wird.
Ein User, der die Berechtigungen zum Verwalten von Dokumenten besitzt, darf für jedes Dokument oder für alle zu druckenden Dokumente verschiedene Eigenschaften einstellen. Die Einstellungen können eimal für alle zu druckenden Dokumente im Fenster des Druckers unter dem Menüpunkt Dokument erfolgen oder für jedes Dokument einzeln. Der Menüpunkt ist erst erreichbar, wenn ein Dokument zum Drucken bereitliegt.
Die Benachrichtigung erfolgt über den Netzwerkbenachrichtigungsdienst, der auch von dem Befehl net send genutzt wird. Dieser ist defaultmäßig schon installiert und aktiviert. Ansonsten erfolgt die Aktivierung in der Systemsteuerung unter Verwaltung:Dienste.
Die Benachrichtigung des Users ist auf die direkte Rückmeldung des Druckers angewiesn. Sie kann daher nur auf der Maschine aktiviert werden, die als Printserver fungiert, also physikalisch mit dem Drucker verbunden ist.
Der Druckauftrag kann per Webinterface abgeschickt werden, indem im Browser die URL http://SERVERNAME/Drucker des Druckservers angegeben wird. Hier wird dann der Link für den passenden Drucker ausgewählt. Auf der Page des ausgewählten Druckers kann der User den Ausdruck starten, indem er die lokale Datei auswählt, die ausgedruckt werden soll.
In W2K sind die Terminaldienste integriert, mit der ein Client auf eine andere Maschine zugreifen kann um sich deren Desktop anzeigen zu lassen bzw. auf der Maschine zu arbeiten. Die Kommunikation erfolgt über das für diesen Zweck entwickelte ``Remote Desktop Protocol (RDP). Die Installation dieser Funktionalität erfolgt unter Sytemsteuerung - Software - .. Terminaldienste. Während der Installation wird auch der Einsatzzweck - Remoteadministration oder Applikationsserver - festgelegt, so daß der Server nicht gleichzeitig im Applikationsserver- und im Remote Administration Modus laufen kann. Des Weiteren ist eine Nutzung der Terminaldienste gleichzeitig mit den Offline-Foldern 20.1 ist ebenso nicht möglich.
Die Clientmaschinen können auch unter älterern (16 und 32 Bit) Windows-Clients laufen um die Terminalservices eines W2K Terminalservers zu nutzen.
Im Anwendermodus arbeitet der Terminalserver als Applikationsserver. Die Auswahl, daß der Terminaldienst für einen Applikationsserver genutzt werden kann ist nur während der Installation möglich, so daß eine parallele Nutzung für Adminzugriffe nicht mehr eingestellt werden kann. Im Application Server Modus können sich die Thin Clients mit dem Server verbinden und die Applikationen auf dem Server ausführen. Dem Administrator ist es hier möglich, die Benutzersessions kontrollieren. Diese kann wahlweise passiv (Reine Überwachung ) oder aktiv (z.B für User-Support) erfolgen. Die Einstellungen der Berechtigungen für den Remotezugriff auf eine Terminalsession lassen sich unter den Eigenschaften für jeden einzelnen User konfigurieren. Hier kann z.B. eingestellt werden, daß der User vor Einblick in die Session um Erlaubnis gefragt werden muß, oder daß der Remotezugriff die volle Kontrolle über Tastatur und Maus übernimmt. Hierzu muß diesem auf dem Terminal Server das Full Control Recht für RDP (Remote Desktop Protocol) Verbindungen zugewiesen werden. Bei Nutzung der Terminaldienste für einen Terminalserver sind unbegrenzt viele Clientzugriffe auf die Servermaschine möglich. Die Clientsessions laufen auf dieser Maschine ab, so daß für jede geplante Session ca. 4-10 MB Hauptspeicher eingeplant werden müssen. Jedem User kann für ein eigenes Profil für die Session zugewiesen werden.
Die Client-Software für die Terminaldienste kann von:
%SYSTEMROOT%/System32/CLIENTS/TSCLIENTS
installiert werden.
Die Nutzung der Terminaldienste im Anwendermodus ist ohne zusätzliche Lizensierung auf 90 Tage beschränkt. Danach wird vom Terminaldienst der Terminaldienst-Lizensierungsserver gesucht, der von der Setup-CD nachinstalliert werden kann. Die Terminaldienste für den Applikationsserver sind dann nach entsprechender Lizensierung (und Zahlung!) weiter nutzbar.
Das Setup von Anwendungen auf dem Terminalserver muß im sogannten Installationsmodus erfolgen. Hier wird die Installation protokolliert, um die Änderungen am Profil (Icons auf dem Desktop) bei allen Usern durchführen zu können. Der Installationsmodus wird automatisch bei der Installation mittels Setup-Programmen gefordert. Allerdings sollte die Softwareinstallation mittels Systemsteuerung - Software erfolgen, um eine protokollierte Installation zu gewährleisten.
Eine Installation lässt sich manuell in den protokollierten Modus schalten, indem innerhalb einer Terminalserversession mit entsprechenden Rechten an der Konsole der Befehl change user /install eingegeben wird. Nach erfolgter Installation wird in den Standardmodus zurückgeschaltet: change user /execute.
Alternativ zur oben beschriebenen Methode läßt sich ein einfacher Remote- Zugriff über das Neztwerk auch mit Hilfe des Tools VNC, das von den At&T Laboratories Cambridge entwickelt wurde, realisieren. Mit Hilfe von VNC wird der Desktop über das Netzwerk übertragen und kann remote bedient werden. Das Tool hat m.E. mehrere Vorteile:
VNC kann von http://www.uk.research.att.com/vnc geladen werden.
Bei mobilen Computern müssen für den mobilen und stationären Betrieb jeweils andere Einstellungen gewählt werden. Im Mobilbetrieb besteht kein Zugang zum Netzwerk, so daß die Netzwerkkarte nicht initialisiert werden muß. Die unterschiedlichen Betriebsweisen lassen sich mittels Hardwareprofilen einstellen.
Unter W2K lassen sich verschiedene Energiemanagementfunktionen einstellen und konfigurieren. Für das Powermanangement gibt es verschiedene Standards, die vom BIOS des Rechnerns unterstützt werden müssen.
Das Powermanagement läßt eine Einstellung verschiedener Optionen vor, die als Energieschemata bezeichnet werden.
Für alle Schemata kann die Zeitdauer eingestellt werden, nach der sich Festplatte oder Monitor ausgeschaltet werden.
Copyright © 2001 Martin Werthmöller
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