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in allen Fragen Ihrer IT.Die Domäne ist die zentrale Organisationsform eines Windows NT Netzwerks. Mit Hilfe der Domäne werden logisch zusammengehörige Objekte wie Benutzer, Gruppen und Computer zusammengefaßt. Die enthaltenen Objekte werden in administrativer wie auch in sicherheitstechnischer Sicht zusammengefaßt. Administrative Berechtigungen oder Sicherheitsrichtlinien, die in einer Domäne gelten wirken sich nicht auf andere Domänen aus. Die Informationen über Securityprincipals werden in der Verzeichnisdatenbank Active Directory abgelegt. Bei Erstellung von Objekten im Active Directory ist zu beachten, daß der Name jedes Objektes innerhalb vom AD eindeutig sein muß. Ein Computerobjekt darf also z.B. nicht den gleichen Namen besitzen wie ein Benutzerobjekt.
Die Erstellung der Domäne erfolgt automatisch mit Installation des darin enthaltenen Domänencontrollers. Sie steht für einen gemeinsamen DNS-Namespace, der über einen DNS-Namen eindeutig identifiziert wird. Innerhalb einer Domäne sind alle Domänencontroller gleichberechtigt. Das heißt daß die Verwaltung der Domänen an jedem beliebigen Domänencontroller durchgeführt werden kann. Hiermit entfällt das aus NT4 bekannte Schema der Domänencontroller mit untergeordneten Backup- Domänencontrollern.
Die Vertrauensstellungen können unter
In einer Gruppen von Domänen wird die erste Domäne, die erstellt wurde als Stammdomäne (Root Domain) bezeichnet. Die Stammdomäne legt sozusagen den kürzesten DNS-Namen im Namensraum fest. Alle weiteren Domänen, die dieser zugeordnet werden, bezeichnet man auch als untergeordnete Domänen. Der DNS-Name der untergeordneten Domänen setzt sich aus dem DNS-Namen untergordneten Domäne und dem mit einem Punkt abgetrennten Namen der der Stammdomäne zusammen (z.B. marketing.oreilly.com).
Da die einzelnen Domänen hinsichtlich der Verwaltung administrative Grenzen ziehen lassen sich mit Hilfe einer Domänenstruktur administrative Bereiche wie z.B. Abteilungen einfach im Netzwerk abbilden. Ein Administrator einer übergeordneten Domäne kann die untergeordneten Domänen per default nicht verwalten.
Zur Zusammenfassung von mehreren Domänenstrukturen mit jeweils einem eigenen Namensraum wird eine Gesamtstruktur (Forest) gebildet. Die Root-Domains der der einzelnen Domänenstrukturen werden hier miteinander verbunden. Die einzelnen Strukturen der Gesamtstruktur besitzen keinen gemeinsamen Namespace.
Bei Installation enthält die Stammdomäne der Gesamtstruktur zwei die gesamte Struktur umfassende vordefinierte Gruppen, die nur in der Stammdomäne dieser Gesamtstruktur vorhanden sind.
Im einheitlichen Modus werden diese Gruppen in universelle Gruppen gewandelt.
Ein W2K-Server kann verschiedene Rollen einnehmen. Wird er als Domänen-Controller eingesetzt, verwaltete er die Verzeichnisdienste (Active Directory) und somit die gemeinsamen Ressourcen der Domäne. Hierzu gehören auch die Benutzerkonten, die im AD abgelegt sind so daß die Anmeldung an der Domäne mit Hilfe des Domänen-Controllers abgewickelt wird. Jede Domäne im AD muß mindestens einen Domänen-Controller enthalten. Es können jedoch auch mehrere Domänen-Controller in der Domäne stehen, wobei diese als gleichrangig angesehen werden. Sie können alle lesen und schreibend auf das AD zugreifen.
Wird ein W2K-Server in die Domäne eingebunden, so muß er allerdings nicht als Domänen-Controller fungieren. In diesem Fall wird er als Mitglieds-Server (Member-Server ) eingestuft. Ein Member-Server hat keinerlei Verwaltungsfunktionen am AD woraus folgt, daß er den Zugriff auf Domänenressourcen nicht steuern kann. Beispielsweise muß die Anmeldung an der Domäne immer über einen Domänencontroller erfolgen. Der Member-Server führt, obwohl er in die Domäne eingebunden ist jedoch eine zusätzliche lokale Benutzerkonten-Datenbank.
Um einen Member-Server zum Domänencontroller hochzustufen, bzw. einen Domänen-Controller zum Member-Server herabzustufen kann das Programm dcpromo genutzt werden.
Falls ein W2K-Server nicht in eine Domäne eingebunden werden soll und auch nicht als DC fungieren soll, kann er als eigenständiger Server (Stand-alone Server) genutzt werden. In diesem Falle besitzt er keinen Verzeichnisdienst, so daß die Ressourcenverwaltung mittels Freigaben gesteuert wird. Er verfügt über eine vollkommen eigene lokale Userdatenbank.
Die einzelne Domäne kann mit Hilfe von Organisatorischen Einheiten (OU), die im Active Directory angesiedelt sind, weiter strukturiert werden. Die OUs sind Containerobjekte, die andere OUs und Blattobjekte wie
enthalten können.
Die Gruppierung in Organisationseinheiten erfolgt primär aus administrativen Erwägungen wie z.B. die Delegation von Verwaltungsaufgaben (Passwort-Vergabe) an einen User oder für die Verknüpfung von Gruppenrichtlinien.
Eine Organisationseinheit können allerdings keine Berechtigungen zugewiesen werden!
Für den Zugriff auf Lokale- und Domänenressourcen werden Benutzerkonten benötigt. Es werden drei Typen von Benutzerkonten unterschieden:
Auf einem Domänencontroller können keine lokalen Benutzer angelegt werden.
Der Domänenuser kann auf Ressourcen in anderen Domänen zugreifen, wenn zwischen den Domänen eine Vertrauensstellung besteht.
Das lokale Administratorenkonto ist für eine lokale Anmeldung notwendig, falls kein Zugang zum Domänencontroller besteht (TCP/IP-Stack defekt).
Ein User darf sich nicht lokal an einem Domänencontroller anmelden. Um dieses einzustellen muß der User (bzw. die Gruppe aller User für die lokale Anmeldung freigegeben werden).
Die Erstellung des Kontos wird in der Computerverwaltung unter der Erweiterung Lokale Benutzer und Gruppen durchgeführt.
Der Anmeldename eines Benutzers muß im gesamten Active Directory eindeutig sein. Hierbei ist zu beachten, daß die ersten 20 Zeichen des Anmeldenamens ausgewertet werden, so daß der Anmeldename in diesem Bereich AD-weit eindeutig ist. Der vollständige Name für das Domänenbenutzerkonto muß dagegen nur innerhalb der Domäne eindeutig sein.
Bei Vergabe der Anmeldenamen sollte darauf geachtet werden, daß nach einer einheitlichen Vergabekonvention vorgegangen wird (z.B. Vorname + 1. Buchstabe des Nachnamens).
Jedes Benutzerkonto sollte mit einem Kennwort geschützt werden. Dieses sollte mindestens 8 Zeichen lang sein und möglichst aus Sonderzeichen, Zahlen und Groß- und Kleinbuchstaben bestehen um einen Brute-Force17.1 Angriff auf die Password-Datenbank zu erschweren. Auf keinen Fall sollten Daten, Initialien etc aus dem persönlichen Bereich genommen werden, da diese leicht zu erraten sind (sog. social engineering).
Ein Domänenbenutzerkonto befindet sich auf dem Domänencontroller (im Active Directory) und wird automatisch auf alle anderen Domänencontroller repliziert.
Zum Benutzerkonto können die Eigenschaften dieses Kontos eingestellt werden. Hierzu gehören:
Ein Domänenbenutzerkonto kann unter Verwaltung - Active Directory Benutzer und Computer erstellt werden. Hier muß dann die Domäne ausgewählt werden in der der Benutzer erstellt werden soll. Mit RM - Neu - User kann der User dann im passenden Unterverzeichnis erstellt werden. In der Regel wird das Konto im Standardverzeichnis ``Users'' oder in einem anderen extra hierfür vorgesehenem Verzeichnis erstellt. Auch hier gelten die Konventionen für Anmeldenamen (s. Kap. 17.2).
Zur Vereinfachung bei der Erstellung eines neuen Users kann einfach ein schon bestehendes Konto kopiert werden17.2. Hierbei werden einige Informationen aus dem schon bestehenden Konto in das neue übernommen. Die Rechte und Berechtigungen, die einem einzelnen Benutzerkonto zugeteilt wurden, werden nicht übernommen.
Zur Definition einer Benutzerkontenvorlage sollte ein Dummy-Konto erstellt werden, daß als Kopiervorlage dient. Dieses Konto sollte dann in den Kennwortanforderungen deaktiviert werden , da es nur als Vorlage dienen soll. Es sollte jeweils eine Vorlage für bestimmte Benutzergruppen erstellt werden wie z.B. Vertriebsmitarbeiter, Buchhalter etc. Für Mitarbeiter, die das Netzwerk nur temporär oder nur Kurz benutzen sollte eine Vorlage mit entsprechendne voreingestellten Beschränkungen erstellt werden.
Die Benutzer können beliebigen (Benutzer-) Gruppen angehören, für die Sicherheitsrichtlinien definiert wurden. Auf einem neu installierten System sind schon einige Standardsicherheisteinstellungen für spezielle Gruppen definert.
Den Sondergruppen wird ein Benutzer automatisch hinzugefügt, sobald er sich am System anmeldet oder auf dieses zugreift. Ein manueller Eingriff in diese Gruppen ist nicht unbedingt möglich.
Der Hauptbenutzer (Poweruser) hat gegenüber dem normalen User erweiterte Rechte. Er darf z.B.
Die Gruppe Sicherungsoperatoren (Backupoperators) verfügt über Berechtigungen, Dateien auf dem Rechner zu sichern und wiederherzustellen. Dieses wird unabhängig von den sonstigen Berechtigungen zum Schutz der Dateien gehandhabt. Daneben sind die Sicherungsoperatoren dazu berechtigt, den Computer herunterzufahren.
Da die Mitglieder dieser Gruppe über die Berechtigungen verfügen, Dateien zu lesen und zu schreiben stellt dieses eine eventuelle Sicherheitslücke dar. Um dieses weitergehend abzusichern, kann eine lokale Sicherheitsrichtlinie erstellt werden, die den Desktop der Sicherungsoperatoren so einschränkt, daß sie nur die für ihre Arbeit benötigten Programme aufrufen dürfen.
Ein Benutzer gehört bei Erstellung automatisch zur Gruppe der Benutzer. Die Standardberechtigungen dieser Gruppe ermöglichen das Ausführen von Programmen, das Erstellen von Dateien und Verzeichnissen und das Nutzen von Druckern. Die Installation von kleineren Applikationen die nicht tiefer ins System eingreift ist diesr Gruppe von Usern auch möglich. Ein Benutzer der dieser Gruppe angehört, darf die lokalen Einstellungen für Offline-Folder so setzen, daß diese Offline verfügbar sind (vorausgesetzt diese Möglichkeit ist auch auf dem Server aktiviert).
Ein am System angemeldeter Benutzer ist automatisch Mitglied in dieser Gruppe. Wird ein NT 4 System auf W2K aktualisiert, werden die Benutzer dieser Gruppe auf dem NT 4 System zudem automatisch der Gruppe Hauptbenutzer hinzugefügt, so daß auch nicht für W2K speziell berechtigte Anwendungen wie vorher funktionieren.
Diese Gruppe umfaßt alle User, die zur Zeit über das Netzwerk auf das lokale System zugreifen.
Verteilergruppen können nicht zur Verteilung (Weitergabe) von Rechten genutzt werden.
In erster Linie werden die globalen Gruppen und lokalen Gruppen zur Verwaltung der Berechtigungen genutzt. Die Begriffe lokal und global beziehen sich hier auf lokalisation der Ressourcen, die mit Hilfe einer Gruppe dieses Bereichs verwaltet werden. Die Ressourcen der lokalen Domäne werden mit einer Gruppe verwaltet, die in diser Domäne erstellt wurde und zum lokalen Gruppenbereich gehört. Gruppen des globalen Bereichs dienen dagegen zur domänenübergreifenden Verwaltung mit Hilfe von Gruppen.
Die globale Gruppe kann Domänengrenzen überschreiten. Sie dienen dazu, Benutzer mit ähnlichen Anforderungen an den Netzwerkzugriff zusammenzufassen. Einer globalen Gruppe können Berechtigungen an Ressourcen zugewiesen werden, die sich in einer beliebigen (global) Domäne befinden. Globale Gruppen weisen die folgenden Eigenschaften auf:
Globale Gruppen dienen also zur Verschachtelung von Gruppen um die Weitergabe von Berechtigungen steuern zu können. Die Mitgliedschaft an globalen Gruppen ist allerdings auf Objekte beschränkt, die sich in der gleichen Domäne befinden.
Dieser Gruppenbereich wird zur Vergabe von Berechtigungen an Domänenressourcen (innerhalb der Domäne) genutzt, die sich in der gleichen Domäne befinden.18.1 Die jeweilige Ressource, an der diese Berechtigungen erteilt werden, muß sich nicht auf einem Domänencontroller befinden, kann sich also z.B. auf einem Memberserver befinden, der als Fileserver dient. Für domänenlokale Gruppen gelten die folgenden Eigenschaften:
Die Domänenlokale Gruppe wird auf allen Domänencontrollern (der Domäne zu der sie gehört) repliziert.
Die universellen Gruppen werden genutzt um ähnlichen Ressourcen Treeübergreifend Berechtigungen zu erteilen. Zu beachten ist jedoch, daß die universellen Gruppen im globalen Katalog geführt werden und dieser daher durch intensive Nutzung der universellen Gruppen stark anwachsen kann.
Die universellen Gruppen sind mit folgenden Eigenschaften ausgestattet:
Der erste Administrator, der in der Domäne erstellt wird, wird automatisch Mitglied in allen Gruppen, die für die vollständige Administration wichtig sind.
Ein User wird einer ``besonderen'' Gruppe automatisch zugewiesen. Zu dieser Gruppe kann niemand manuell hinzugefügt bzw. entfernt werden.
Berechtigungen können für alle Objekte im Windows 2000 System eingestellt werden. Der Begriff Objekt umfaßt hier alle Einträge im Actvive Diretory sowie auch Verzeichnisse und Dateien im NTFS Filesystem. Die Berechtigungen sind nicht mit den Benutzerrechten einer lokalen Richtlinie zu verwechseln. Die Berechtigungen beziehen sich auf eine Domäne oder das NT-Filesystem, während Benutzerrechte den lokalen Rechner selbst betreffen. Mit Hilfe der Berechtigungen wird der Zugriff auf das Objekt selbst und der Zugriff auf die Attribute des Objekts gesteuert.
Berechtigungen werden innerhalb des Filesystems vom Rootdirectory zu allen darunterliegenden Verzeichnissen und Dateien vererbt. Eine Vererbungshierarchie läßt sich auf Ebene eines Verzeichnisses blockieren. Allerdings läßt sich für jedes Recht einzeln wiederum einstellen, daß die Vererbung erzwungen wird. Diese Einstellung erfolgt mit dem Feld:
Berechtigungen in allen untergeordneten Objekten zurücksetzen und die Verbreitung vererbbarer Berechtigungen aktivieren.Nachdem der Vorgang bestätigt wurde, werden in den untergeordneten Verzeichnissen die Berechtigungseinträge der Vererbungshierarchie neu gesetzt. Die ``alten'' Berechtigungseinträge werden dann u.U. gelöscht. Jedes Objekt erbt standardmäßig die Berechtigungen des darüberliegenden Objektes. Auch neu hinzugefügte Objekte übernehmen diese Berechtigungshierarchie.
Tritt der Fall ein, daß sich die (ererbten) Berechtigungen an einem Objekt wiedersprechen, so besitzen die einer Datei oder einem Verzeichnis direkt(er) zugewiesenen Berechtigungen eine höhere Priorität als Berechtigungen, die in der Hierarchie weiter entfernt vom Objekt zugewiesen wurden. Das heißt, daß dem Objekt direkt zugewiesene Berechtigungen immer die höchste Priorität besitzen. In der Praxis sollte die direkte Zuweisung von Berechtigungen an ein Objekt jedoch vermieden werden, da die Struktur des Gesamten Berechtigungssystems hierdurch sehr schnell extrem kompliziert wird. Bei in der gleicher Ebene zugewiesenen Rechten besitzt eine verweigerte Berechtigung eine höhere Priorität als eine erlaubende Berechtigung.
Ein grau hinterlegtes Kästchen zeigt an, daß die jeweiligen Berechtigungen von darüberliegenden Objekten geerbt wurden. Wenn keines der Kästchen markiert oder grau hinterlegt ist heißt dieses allerdings nicht, daß das im oberen Fenster markierte Objekt keinerlei Berechtigungen besitzt. Die Dateiberechtigungen dieses Fensters stellen eine vorgefertigte Zusammenfassung der sogenannten beschränkten Berechtigungen eines Objektes dar. Mit Markieren eines dieser Kästchen werden mehrere der über die Schaltfläche Erweitert zu erreichenden beschränkten Berechtigungen gesetzt.
Die im Eigenschaftsfenster eines Objektes angezeigten Datei- oder Verzeichisberechtigungen werden auf den beschränkten Berechtigungen abgebildet. Sie stellen immer eine Zusammenfassung von mehreren beschränkten Berechtigungen dar:
Neben den Einstellungen für die Berechtigungen eines Objektes können hier weitere Eigenschaften wie die Überwachung (s.a. unter 6) von Zugriffen auf das Objekt und die Besitzeinstellungen konfiguriert werden.
Die Einstellungen an der DACL werden mit den Einstellungen unter den Menüpunkten Berechtigungen vorgenommen.
Die Einstellungen für die Systemzugriffe werden unter den Menüpunkten für die Überwachung vorgenommen.
Die Netzwerkfreigabe an einem Verzeichnis wird entfernt, falls dieses verschoben oder unbenannt wird. Das System gibt in diesem Fall eine Warung aus. Nach dem Vorgang muß das Verzeichnis wieder neu freigegeben werden.
Die Berechtigungen sind im System Üblicherweise so organisiert, daß die Rechte kummuliert (addiert) werden. Beim Zugriff auf eine Freigabe über das Netz gilt dagegen, daß nur das am meisten einschränkende Recht (the most restricive right) wirksam wird (s.a. 4.1).
Neu erstellte Freigaben erhalten als Defaulteinstellung die Berechtigung Vollzugriff für die Gruppe Jeder (Everyone). Wie oben erwähnt gelten zusätzlich die Filesytemberechtigungen an den Dateien der Freigabe.
Std-Berechtigungen an neu erstellten Verzeichnissen. freigegebene Verzeichnisse: Std: Vollzugriff für Everyone, bei Verschieben auf einen anderen Datenträger erhält es die Standardfreigabe, Wenn er umbenannt oder (lokal) verschoben wird, wird die Freigabe entfernt, d.h. es ist ein ``normales'' Verzeichnis.
Um mit Freigaben auch ohne Netzzugang arbeiten zu können (z.B. bei Laptops), müssen die Daten lokal auf der Maschine zur Verfügung stehen. Der Zugriff auf die Daten erfolgt für den Benutzer vollkommen transparent. Aus seiner Sicht stellt sich der Zugriff auf einen Zugriff auf eine Freigabe im Netzwerk dar.
Für ein im Netz freigegebenens Verzeichnis wird per Defaulteinstellung die Option zum Offline-Zwischenspeichern der Datei aktiviert. Die Konfiguration dieser Optionen erfolgt auf der Karte mit den Einstellungen für die Freigabe unter dem Punkt Zwischenspeichern.
Die grundlegende Aktivierung für die Nutzung der Offlinedateien erfolgt in der Systemsteuerung unter dem Icon Ordneroptionen. Die Unterschiede zwischen der Workstation-Version und der Serververision von W2K ist hier, daß die Nutzung von Offlinedateien in der Workstation-Version (W2K Professional) standardmäßig aktiviert ist, während sie auf der Serverversion per default deaktiviert ist. Weiter Optionen für die lokale Zwischenspeicherung ist .z.B. die maximale Größe von Dateien, die noch lokal zwischengespeichert werden und die Angabe des maximalen Speicherplatzes, der für Offline-Dateien zur Verfügung gestellt werden soll. Ein Server, der als Terminalserver fungiert ist die Zurverfügungstellung von Offlinedateien nicht möglich.
Das Zwischenspeichern (Caching) von freigegebenen Dateien kann nur auf Verzeichnisebene gesteuert werden. Die Defaulteinstellung ist das manuelle Zwischenspeichern der Dateien, bei der die Benutzer für jede Datei einzeln angeben müssen, ob diese lokal Zwischengespeichert werden soll. Die automatisierte Auswahl sieht zwei mögliche Einstellungen vor:
Bei Abmelden des Users werden Server und Client beidseitig synchronisiert, so daß auf beiden Maschinen der gleiche Stand der Dateien vorliegt. Bei der nächsten Anmeldung des Users wird der Server einseitig mit der Usermaschine synchronisiert, indem die geänderten Dateien der Usermaschine auf den Server kopiert werden. Die Einstellungen für die Synchronisierung erfolgen unter Zubehör - Synchronisieren.
Ein Benutzer ist in der Lage sein Benutzerprofil zu ändern falls es sich nicht um ein servergespeichertes Profil handelt, daß auf dem Server read only abgelegt ist. In dieser Hinsicht unterscheidet sich das Benutzerprofil von der Gruppenrichtlinie, die in der Verzeichnisdatenbank hinterlegt wird.
Alle Konfigurationseinstellungen des Benutzerprofils, wie z.B. die Verwaltung der Favoriten können auch mit Hilfe einer Gruppenrichtlinie durchgeführt werden. Die hier gemachten Einstellungen überschreiben dabei immer anderslautende Einstellungen in Benutzerprofilen, so daß letztendlich immer die Gruppenrichtlinie zum Tragen kommt. Der Benutzer kann an den ihm zugewiesenen Einstellungen nichts ändern.
Mit Hilfe der Gruppenrichlinen erfolgt die Verwaltung der kompletten Umgebung der Benutzer. Die Profile sind jetzt vor allem für das zentrale Speichern von benutzerspezifischen Verzeichnissen wie z.B. Dokumente und Einstellungen notwendig.
Die Konfiguration der Policies erfolgt in den Eigenschaften der einzelnen Komponente. Die Kontorichlinien, also die Policies, die die Benutzerkonten (User Accounts) betreffen, werden nur wirksam, wenn sie auf Domänenebene definiert werden. Dieses Verhalten dient zur Verhinderung von unterschiedlichen Kontorichtlinien für ein und dasselbe Benutzerkonto auf verschiedenen Rechnern. Dieses würde die Administration extrem unübersichlich werden lassen. Policies für Benutzerkonten die auf anderen Ebenen definiert werden, werden vom System immer ignoriert ((?)oder nur wenn einen Richtlinie auf Domänenebene definiert wurde?(?)).
Das System liest die Systemrichtlinien beim Start des Systems ein, wobei die Computerspezifischen Einstellungen beim Booten, die userspezifischen Einstellungen beim Anmelden des Users geladen werden. Wenn die Einstellung Hintergrundaktualisierung der Gruppenrichtlinie deaktivieren (Disable background refresh of group policy) nicht aktiviert ist (default), werden die User- und Computerspezifischen Einstellungen in einem zufällig gewählten Zeitraum im Invervall von 90 bis 120 Minuten neu eingelesen. Hier kann die Fixzeit (hier 90 min) eingestellt werden und die variable zufällige Totzeit (default 30 min) deaktiviert werden. Diese Einstellung sollte beibehalten werden, um eine gleichzeitige Aktualisierung aller Rechner im Netzwerk zu vermeiden.
Zur Implementierung der Sicherheit wird auf einer nicht zu einer Domäne gehörenden Maschine eine lokale Sicherheitsrichtlinie konfiguriert. Diese wird im Menü Verwaltung unter Lokale Sicherheitsrichtlinie konfiguriert. Alternativ ist auf der Aufruf des Befehls gpedit.msc möglich. In AD Netzwerken können zur Vereinfachung der Administration Gruppenrichtlinien in der Computerconfiguration oder der Benutzerkonfiguration eingerichtet.
Zuerst wird die lokale Sicherheitsrichtlinie abgearbeitet. Die folgenden Gruppensicherheitsrichlinien werden in der folgenden Reihenfolge berücksichtigt:
Bei sich wiedersprechenden Einstellungen überschreibt die jeweils nachfolgende Richtlinie die vorhergehenden Einstellungen. Eine ``näher'' am Objekt definierte Richtlinie hat wiederum Vorrang vor einer in der Hierarchie entferntere Einstellung.
Das Tool secedit ermöglicht die automatisierte Konfiguration von Sicherheitsrichtlinien mittels der Console. Hiermit lassen sich aus dem GUI-Tool exportierte Sicherheitsrichtlinien automatisch anlegen.
Hinsichtlich der zu überwachenden Ereignisse unterscheidet MS unter Anmeldeversuchen und Anmeldeereignissen. Im oben beschriebenen Fall wird der Anmeldeversuch auf dem Domänecontroller protokolliert, das Anmeldeereignis auf der lokalen Maschine.
Das Anmeldeereignis ist ein erfolgreich oder nicht erfolgreich zuendegeführter Anmeldeversuch.
Die Sicherheitsrichtlininen unterliegen einer Vererbungshierarchie mit der Möglichkeit die Vererbung zu blocken. Eine Ausnahme unter den User-Account Einstellungen bilden hier allerdings die für die Passwort-Eigenschaften, die nicht blockiert werden können.
Copyright © 2001 Martin Werthmöller
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