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in allen Fragen Ihrer IT.Das sogenannte Active Directory ist die Verzeichnisdatenbank von Windows 2000. Hier werden Informationen zu allen Objekten im Netzwerk gespeichert. Active Directory Objekte sind:
Das Directory ist als verteilte Datenbank aufgebaut, so daß die Administration an den Objekten dezentral erfolgen kann.
Der Aufbau des Verzeichnisses wird zuerst durch das Schema vorgegeben. Dieses enthält Definitionen aller Objekttypen, wie z.B. Benutzer oder Computer, die im Active Directory angelegt und verwaltet werden können. Im Schema können grundsätzlich zwei verschiedene Eintragstypen definiert werden.
Das Schema ist zentral für alle Objekte gültig und kann dynamisch geändert werden. Die Änderungen wirken sich nach einer gewissen Replikationsdauer auf alle Objekte im Verzeichnis aus.
Der Zugriff auf das Gesamtschema des Verzeichnisses wird über die DACL (Discretionaly Access Control List) gesteuert, so daß nur bestimmte Accounts Änderungen am Schema vornehmen können.
Die Hierarchie der Objekte in Active Directory ist wie ein Verzeichnisbaum aufgebaut. Hierarchisch besteht hier folgende Reihenfolge:
Die einzelnene, strukturbestimmenden Objekte habe die folgenden Funktionen:
Eine einzelne standalone Struktur, stellt automatisch eine Gesamtstruktur dar, die aus einer einzigen Struktur besteht. Jede Stammdomäne einer Struktur besitzt daher eine transitive Vertrauensstellung mit der Stammdomäne der Gesamtstruktur. Das Konstrukt der Gesamtstrukturen bietet also die Möglichkeit, einer bestehenden Domänenhierarchie eine Domäne hinzuzufügen, ohne daß diese in den Namensraum der vorhandenen Domänenstruktur aufgenommen werden muß. Da die der Gesamtstruktur hinzugefügte Domäne(nstruktur) automatisch bidirektionale und transitve Vertrauensstellungen zur Stammdomäne der Gesamtstruktur besitzt, werden die Vertrauensstellungen innerhalb der Gesamtstruktur über die Namensräume hinweg vererbt.
Die Struktur eines Active Directory ist direkt auf dem DNS-Namensraum abgebildet. Ein AD-Baum entspricht dem DNS-Baum, so daß für jede (Sub-) Domain ein einzelner Baum entsteht. Wird einer vorhandenen Struktur eine neue Domäne hinzugefügt, wird diese der Stammdomäne der Struktur untergeordnet. Der Domänenname setzt sich jetzt aus dem eigentlichen Namen der Domäne und dem DNS Namen der Struktur zusammen. Hierbei wird rechts an den Namen der neuen Domäne der Name der Gesamtstruktur angehängt, so daß sich die neue Domäne eindeutig im DNS Namensraum zuordnen läßt.
Die untergeordneten Domänen besitzen bidirektionale und transitive Vertrauensstellungen zur übergreifenden Domäne. Aufgrund der transitiven Vertrauensstellungen vertrauen alle Domänen der Struktur einander direkt oder indirekt, da eine Vererbung der Vertrauensstellungen innerhalb der Domäne stattfindet.
Alle Mitglieder einer Domäne verwenden gemeinsam eine Verzeichnisdatenbank. Diese wird auf allen Domänencontrollern dieser Domäne replieziert, so daß sie vollständig auf allen Domänencontrollern vorliegt.
Verwaltungsaufgaben an Objekten einer OU können an bestimmte Bentzer deligiert werden. Hierzu werden diesen Accounts die Berechtigungenen für die Organisationseinheit und den enthaltenen Objekten zugewiesen. Hierbei kann sowohl die volle Kontrolle über die Objekte eingestellt werden, wie auch nur eingeschränkte Verwaltungsmöglichkeiten.
Die Gesamtstruktur stützt sich auf den globalen Katalog. Hier werden die Objektattribute gespeichert, die am häufigsten bei Abfragen benötigt werden. Hierunter fallen z.B. Namen und Anmeldenamen von Accounts. Im globalen Katalog sind außerdem alle Angaben gespeichert, die nötig sind, den Speicherort eines bestimmten Objektes zu ermitteln. Der globale Katalog wird also genutzt, um Abfragen und den Anmeldevorgang zu beschleunigen und um die Speicherorte der einzelnen Objekte ermitteln zu können. Des weiteren sind hier die Zugriffsberechtigungen für jedes Objekt und Attribut des globalen Katalogs gespeichert, um bestimmen zu können ob und wie ein bestimmter Account Zugriff auf diese Information haben darf.
Zur weiteren Beschleunigung wurde der globale Katalogserver eingeführt, der eine Kopie der Abfragen speichert und diese an den globalen Katalog zur Abfrage weiterleitet. Der erste in AD erstellte Domänencontroller wird automatisch der globale Katalogsever. Zum Lastenausgleich können mehrere Katalogserver aufgesetzt werden.
Die logische Struktur von AD, die in Strukturen, Domänen und OUs aufgeteilt ist, wird von der physischen Struktur des Netzwerks getrennt. Die logische Struktur dient dazu, die Verwaltung der Netzwerkressourchen zu organisieren, während die physische Struktur sich auf den Netzwerkverkehr auswirkt. Die physische Struktur des AD Netzwerks wird durch die beiden Komponenten
Die Konfiguration der Sites erfolgt mit Hilfe des MMC-Snap-In Active Directory Standorte und -Dienste. Hier werden die einzelnen Domänen und die Netzwerkverbindungen zu einem Standort hinzugefügt. Die Verbindung zwischen den Standorten werden über die sogenannten Site Links festgelegt. Dieses sind zumeist Verbindungen mit niedrigerer Bandbreite. Hierbei läßt sich auch einstellen, wann und wie der Datenverkehr zur Replizierung über diese Verbindungen abgewickelt wird. Die Replizierung innerhalb eines Standorts wird als Intra-Site (standortintern) bezeichnet. Diese findet wesentlich häufiger statt als eine standortübergreifende (Inter-Site) Replizierung.
Per Default erfolgt die Replizierung über RPC (Remote Procedure Call). Inter-Site Replikationen können aus Gründen der Bandbreitenbeschränkung so konfiguriert werden, daß sie über SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) abgewickelt werden. Hierbei werden Emails verschickt (SMTP), die komprimierte verschlüsselte Replikationsinformationen enthalten. Die Email muß zudem von einer Zertifizierungsautorität signiert werden. Daher ist die Installation einer Zertifizierungsautorität (CA) zur notwendig. Diese Option ist allerdings nur für die Replikation zwischen verschiedenen Domänen möglich. Standortübergreifende Replikationen innerhalb einer Domän erfolgt immer direkt über IP.
In einer Domänenstruktur mit mehreren Domänencontrollern ist ein ist ein Komplettausfall aufgrund der verteilten Datenbankstruktur des AD eher unwarscheinlich. Die Informationen werden in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen auf die anderen Domänencontroller repliziert, so daß die Datenbank nach einiger Zeit redundant vorliegt. Aus Sicherheitsgründen24.1 sollte aber auf jeden Fall auch ein Backup des Active Directory erfolgen.
Ein Restore der Daten wird in der Regel vor allem dann benötigt, falls versehentlich Daten innerhalb der AD Struktur gelöscht wurden. Hier wird kein Vollrestore benötigt, sondern nur ein eine Teilwiederherstellung. Bei der Wiederherstellung kann zwischen einer autoritativen24.2Wiederherstellung des AD und einer nicht authoritativen gewählt werden. Die Daten, die bei der autoritative Wiederherstellung eingespielt werden werden an die anderen Domänencontroller repliziert und überschreiben dort andere Einstellungen. Die nicht autoritativ wiederhergestellten Daten werden nur auf einem Domänencontroller gehalten und beim nächsten Replizierungsvorgang wieder überschrieben.
Anschließend muß der Rechner auf neu gestartet werden um wieder im normalen Modus zu laufen. Die Wiederherstellung der Systemstatusdaten kann nur am lokalen Computer erfolgen. Eine Remote-Wiederherstellung ist nicht möglich.
Die Replizierung der Verzeichnisdatenbank arbeitet im Mulitmaster- Betrieb. Bei verschiedenen Aufgabenstellungen könnte diese Betriebsart jedoch zu Konflikten führen, so daß der Betrieb empfindlich gestört werden würde. Hierfür wurden verschiedene Aufgabenbereiche aus dem Multimasterbetrieb ausgekoppelt und dürfen nur im Einzelmasterbetrieb durchgeführt werden. Diese Rolle übernimmt ein Domänencontroller, der als einziger im gesamten Forest oder Tree diese Rolle ausführen darf. Dieser Domänencontroller wird dann Operations Master (deutsch: Betriebsmaster) genannt. Die folgenden Aufgabenbereiche dürfen nur im Einzelmasterbetrieb ausgeführt werden:
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